Das Werkzeug des Monats 1900:

Das original "DOKTOR VESPA® LULLENGRAB" (komplette Produktrange)
 

Eine richtige Werkstatt wird erst dann komplett, wenn sich außer Regalen, Rollern, ein bis fünf Werkbänken, Kleinteilemagazine (möglichst unsortiert, wer Ordnung hält ist ein Schraubensortierer!) in unübersichticher Anzahl, Stolperfallen wie Verlängerungskabel, Ratschen die auf dem Boden liegen, Ersatzteilen und ähnlichem auch noch mindestens ein Aschenbecher befindet!

Ich höre jetzt schon wieder einige Rufer der Frischluftfront "Rauchen ist ungesund!!" proklamieren, aber mal ehrlich, Hand auf´s Schrauberherz, was machen eigentlich die Nichtraucher, wenn sie mal eine wirklich haarige Situation erleben? Mal wieder so voll von einem Autofahrer übersehen gerade noch Gevatter Tod von der Schippe gesprungen, angehalten und dann? Die Karotte ausgepackt und gemütlich drauf rumgemümmelt? Das kann´s doch eigentlich nicht sein. Ob man jetzt am Autofahrer stirbt oder an der Zigarette, eigentlich egal (alle Jugendlichen unter 16 Jahren halten sich bitte an´s Jugendschutzgesetz, nachzulesen in jeder Gaststätte!!).

Also brauchen wir in einer Schrauberwerkstatt auch Aschenbecher. Denn Asche auf dem Boden macht sich

  1. nicht so gut, wenn die Freundin mal wieder vorbeischaut und kann
  2. zu unerwünschten Ergebnissen führen, wenn der geneigte Schrauber in seinen frisch gereinigten Vergaser aus Versehen auch noch die Stumpen der letzten Woche mit einbaut.

Welche Modelle bieten sich hier an?

Mamis Bleikristallaschenbecher mag zwar auf einigen Wohnzimmertischen ganz passabel aussehen, hat aber in der Werkstatt nichts verloren, weil er schlichtweg zu unstabil ist.

Was nehmen wir also?

KolbenascherDas Modell "ich rauche heute alleine, weil ich mich vor Frust in meiner Werkstatt eingesperrt hab und meine Ruhe haben möchte!", das sich durch eine zeitlose Eleganz auszeichnet. Der Ascher ist schlicht, einfach gestaltet und jeder, der schon mal einen Kolben auf einer schnellen Bergabfahrt dem Rausch der Geschwindigkeit geopfert hat, hat ihn eigentlich schon in seiner Werkstatt stehen.

 

ReifenascherDas Modell "den hab ich von einem alten Vespaschrauber auf dem Oldtimermarkt für günstige 30.- DM abgestaubt". Dieses Lullengrab kommt zwar dem Bleikristallascher schon etwas näher, aber die Werkstattauglichkeit erhält er durch eine Polsterung mittels eines chemischen Erzeugnisses. Hier in Form (nicht ganz stilecht, aber da muß man durch!) eines Autoreifens. Sollte dieser Ascher mal hinunterfallen, dann hält der Autoreifen die gröbsten Stöße ab, so daß nur der Müll rumfliegt.

 

RadascherDas Modell "meine Kumpels sind heute da und ich schraub sowieso nichts mehr!". Er erinnert nicht nur an eine Radkappe, er ist eine Radkappe! Hier von einem altgedienten Kadett B, vermacht von einem befreundeten Opel-Schrauber. Dieser Ascher ist stabil, zuverlässig, fast rostfrei, von einer Füllmenge, die von Mamis Bleikristallascher nie erreicht wird und mit den richtigen Kontakten auch ziemlich billig zu haben.

 

GrossascherDas Modell "mir ist schon alles egal, ich qualm mir jetzt die Birne zu" oder auch Aschenbecher ausleeren? Nur was für Nichtraucher!"

Der Aschenbecher mit dem größten Fassungsvermögen. Auch als Schrottonne zu gebrauchen, allerdings sollte man aufpassen, daß man keine frisch in Benzin gereinigten und dann doch weggeworfenen Kleinteile und noch anne Kippen gleichzeitig hineinwirft. Das kann dann zu Effekten führen, die uns zwingen unsere eben frisch lackierten Roller wieder zum Lackierer zu tragen und die ganze Chose noch mal von vorne zu machen.

Fassungsvermögen, Verwendungsmöglichkeiten und Unauffälligkeit in der Werkstatt machen dieses Lullengrab zu einem unverzichtbaren Utensil in jeder Werkstatt, zudem hat die Schrottonne sowieso die Angewohnheit immer im Weg zu stehen, man hat also nie allzu weit zu dem Aschenbecher.

Und nun - Glück auf!, schnell in die Hände gespuckt und frisch ans Werk...wie immer übernehmen wir auch hier keinerlei Haftung für Schäden, die aus falscher Anwendung entstehen.

nach oben